Eine tolle Zeit „Tabalugahaus“

Bericht über die Fahrt ins „Tabalugahaus“ der Peter Maffay Stiftung in Jägersbrunn am Maisinger See vom 25.9. bis 01.10.2021

Samstag, den 25.09.2021
Mit einem ganzen Jahr Verspätung durften heute 9 Schülerinnen und Schüler und 3 Lehrerinnen und Lehrer der Max-Wittmann-Schule nun endlich ihre Fahrt ins „Tabalugahaus“ in Jägersbrunn der Peter Maffay Stiftung in Tutzing machen. Die Fahrt im letzten Jahr musste leider wegen der Corona Pandemie ausfallen. Inzwischen dürfen Schulfahrten zum Glück wieder stattfinden. Alle waren aktuell getestet und viele waren auch schon geimpft. So konnten wir entspannt auf unsere Reise gehen.
Um 8.45 Uhr war Treffpunkt am Dortmunder Hauptbahnhof. Viele waren aber schon deutlich eher da. Niemand wollte die Abfahrt verpassen. Die Kinder freuten sich und die Eltern, die ihre Kinder zum Bahnhof gebracht haben, waren etwas aufgeregt. Zum Glück kam der Zug pünktlich und alle konnten mit samt ihren Koffern einsteigen. Und schon ging es los. Mit teilweise 300km fuhren wir sechseinhalb Stunden in die bayrische Hauptstadt München. Dort mussten wir in die S-Bahn S6 in Richtung Tutzing umsteigen. Eine gute halbe Stunde später stiegen wir in Possenhofen aus und erblickten schon vom Bahnsteig unsere Betreuerin Jutta Fiegler, die uns von weitem zuwinkte, als sie unsere Truppe sah. Was für eine herzliche und freundliche Begrüßung, wir haben uns sofort wohl gefühlt.
Jutta Fiegler hatte gleich zwei Bullis für uns organsiert, so dass wir schnell ins „Tabalugahaus“ am Maisinger See fuhren. Herr Borchard fuhr den Bus, zusammen mit Jutta Fiegler (so konnten beide schon wichtige Dinge besprechen). Frau Behr und Frau Golda fuhren mit dem zweiten Bulli hinterher. Aber auf einmal waren sie nicht mehr da. Leider hatten sie nicht gesehen, dass Herr Borchard links abgebogen ist. Aber sie haben es schnell gemerkt und waren bald wieder hinter Herrn Borchard und kamen gemeinsam am „Tabalugahaus“ an. Wir lernten bei Juttas Hausführung die Zimmer der ehemaligen Jugendherberge kennen. Die Jungen bekamen ein 6-Bett-Zimmer, die Mädchen ein 1- und 2-Bett-Zimmer mit Verbindungstür.
Frau Golda fuhr mit Jan und Daniel noch nach Starnberg zum Einkaufen. Während der Fahrt wurde schon überlegt, wer was gerne isst. Sie waren lange unterwegs, aber sie kamen schwer bepackt für mehrere Tage mit Lebensmitteln und Getränken zurück. Alles wurde in die Schränke eingeräumt. In dieser Zeit hatten die anderen schon ihre Koffer ausgepackt und die Zimmer bezogen. Es wurde nur noch zu Abend gegessen und ein bisschen gespielt. Und dann sollten alle schlafen gehen. Es war jedoch noch lange unruhig. Die erste Nacht nicht zu Hause mit vielen Kindern in einem Zimmer. Da ist das Einschlafen gar nicht so leicht. Erst gegen ein Uhr in der Nacht kehrte etwas Ruhe ein und auch die Lehrerinnen und Lehrer konnten ins Bett gehen.

Sonntag, 26.09.2021
Nach dem Frühstück fuhren alle nach Tutzing. Dort stiegen wir auf ein Schiff und fuhren über den Starnberger See. Eine tolle Bootsfahrt bei super Wetter. Man konnte in der Ferne die hohen Berge der Alpen sehen. Ein tolles Erlebnis.
Wieder in Tutzing angekommen, machten wir einen Spaziergang durch die Stadt und haben viele tolle Häuser gesehen, u. a. das Haus des Königs von Thailand, der dort zeitweise lebt. Entlang des Sees machten wir eine kurze Pause und waren mit den Füßen im Starnberger See baden. Es war bereits ziemlich kalt.
Zum Abschluss unseres Spazierganges durch Tutzing sind wir noch in einem richtigen bayrischen Biergarten eingekehrt. Dort durften wir alle etwas trinken und eine Pommes mit Ketchup und Mayo essen. Ein toller Abschluss von unserer Tour durch Tutzing und über den Starnberger See. Auf dem Rückweg ins „Tabalugahaus“ – wir waren schon fast da- fuhr Frau Behr den Bulli und sagte auf einmal zu Herrn Borchard, dass etwas mit dem Wagen nicht stimmen würde. Wir fuhren rechts ran und Herr Borchard konnte riechen, dass es etwas verqualmt roch. Ganz langsam fuhren wir weiter. Später stellte sich heraus, dass etwas mit den Bremsen nicht in Ordnung war.
Frau Golda hat mit einigen Schülerinnen und Schülern noch Spaghetti Bolognese gekocht – das war sehr lecker.
Abends saßen wir noch gemütlich zusammen und haben u.a. Monopoly gespielt. Draußen war es schon ganz dunkel. Ab und zu blitzte und donnerte es und es war ziemlich stark am Regnen und plötzlich war es auch im Haus stockdunkel. Die Lehrerinnen und Lehrer schalteten die Taschenlampen an ihren Handys an, so hatten wir wenigstens ein bisschen Licht. Einige Schülerinnen und Schüler hatten ziemlich Angst. Wie sich später herausstellte war in ganz Jägersbrunn und auch in Maising der Strom ausgefallen. Nach etwa einer Viertelstunde ging der Strom wieder an und alle waren erleichtert. Als wir am nächsten Tag Jutta davon berichteten, sagte sie, dass bei ihr auch der Strom ausgefallen war.
Nach dem Schrecken am Abend konnten alle beruhigt wieder ins Bett gehen.

Montag, den 27.9.21:
Leider war ja der eine Bulli defekt und ein Ersatzwagen war nicht so schnell zu organisieren. Darum musste unser Programm umgeändert werden. Eigentlich wollten wir auf den Blomberg zur Sommerrodelbahn. Aufgrund der weiten Entfernung ging das aber leider nicht. Deshalb ging es zu Fuß um den Maisinger See. Eine schöne Wanderung durch ein Naturschutzgebiet mit viel Wald und Feldern. In Maising angekommen, haben wir eine echte bayrische Brotzeit mit Obatzda und anderen Leckereien genossen. So gestärkt ging es dann weiter in die Maisinger Schlucht. Viele waren aber schon so kaputt, dass wir es nicht mehr geschafft haben, sie komplett zu durchqueren. Als wir wieder im „Tabalugahaus“ der Peter Maffay Stiftung ankamen, waren alle ganz platt. Es musste aber noch für Essen gesorgt werden. Schnell waren sich alle einig, dass heute Abend gegrillt werden sollte. Herr Borchard feuerte den neuen Grill an und Frau Behr ging mit einigen Schülern einkaufen. Ein toller Tag ging zu Ende und alle waren ziemlich müde.

Dienstag, den 28.09.2021
Morgens um neun kam der Ersatzwagen, den Jutta für uns organisiert hat. Der Tag war gerettet. Die Wettervorhersage war zwar nicht so gut für den heutigen Tag – aber die Tickets waren ja schon für diesen Tag gebucht. Also fuhren wir los zum höchsten Gipfel unseres Landes – zur Zugspitze. Außer Lisa, Frau Behr und Herrn Borchard war noch niemand dort. Alle waren ganz gespannt. Während der Hinfahrt war es am Regnen und man konnte die Sonne nicht sehen. Als wir in Garmisch-Partenkirchen ankamen, war das Wetter auch nicht viel besser. Langsam ging es mit der Bayrischen Zugspitzbahn, einer Zahnradbahn, nach oben auf die Zugspitze. Und oben angekommen, hatten wir „Kaiserwetter“ – die Sonne schien und nur ein paar harmlose Wolken waren am sonst blauen Himmel zu sehen. Wir waren über den Wolken und wir konnten ganz weit schauen. Hier haben wir in einer Hütte erstmal etwas getrunken und die Sonne und den Ausblick genossen.
Um ganz nach oben zu kommen, mussten wir weiter mit einer Gondel fahren. Dort hatte man einen noch besseren Blick. Frau Golda und Herr Borchard trauten sich das letzte Stück bis zum Gipfelkreuz auch noch hochzuklettern. Wir konnten den beiden zuwinken.
Mit einer der größten Gondeln der Welt sind wir dann wieder nach unten gefahren. Das war ziemlich aufregend für uns, einige hatten etwas Höhenangst. Den letzten Rest bis Garmisch mussten wir dann noch mit der Zugspitzbahn fahren.
Jetzt hatten alle großen Hunger und wir kehrten in einen bayrischen Gasthof ein. Auf der Rückfahrt nach Jägersbrunn wurden die Ersten müde und schliefen schon im Bus ein.

Mittwoch, den 29.09.2021
München wir kommen. Mit dem Bulli und dem Ersatzwagen ging es heute in die Bavaria Filmstudios nach München. Dort wurden und werden ganz bekannte Filme gedreht und man kann sich die Filmkulissen anschauen und teilweise auch selber Teil eines Filmes werden. Alex hat uns durch die Studios geführt und konnte ganz viel über die hier gedrehten Filme berichten. Wir konnten Kulissen aus „Wickie und die wilden Männer“, „Jim Knopf und der Lokomotivführer“, die „Unendliche Geschichte“, „Das Boot“ und vieles andere bestaunen. Und alle konnten im Klassenzimmer des Filmes „Fack ju Göhte“ sitzen und eine Szene daraus nachspielen. Wir hatten viel Spaß dabei.
Anschließend fuhren wir mit der Tram (so heißt die Straßenbahn hier) in die Münchner Innenstadt. Wir haben uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt angeschaut und für den nächsten Morgen Weißwurst gekauft. Zum Abschluss sind wir noch in die „Deutsche Eiche“ eingekehrt. Jeder konnte sich etwas aus der Speisekarte aussuchen und zum Nachtisch gab es noch Kaiserschmarrn – es war sehr lecker.
Satt und müde fuhren uns Frau Golda und Frau Behr nach Jägersbrunn. Dort sind wir ziemlich schnell ins Bett gegangen und haben geschlafen.

Donnerstag, den 30.09.2021
Um 8.30 Uhr wurden die Kinder geweckt, 9 Uhr gab es Frühstück. Um 9.30 Uhr ging es los zum Erlebnisbauernhof „Gut Grasleiten“. Der Bauer Alois hat uns dort sehr freundlich empfangen. Leider hatte er diesmal nicht so viel Zeit für uns, da er eine riesige Baustelle auf dem Hof hatte. Ein schwerer Sturm hat ihm Teile vom Dach des Hofes und der kleinen Kapelle zerstört. Zum Glück war Herr Borchard schon in den vergangenen Jahren mit anderen Schülergruppen auf dem Hof und kannte sich gut aus. Im Hasenstall durften wir die großen und kleinen Hasen streicheln, draußen im Hühnergehege haben wir die Hühner gestreichelt. Im Kuhstall haben einige Kinder mit der Heugabel das Heufutter zu den Kühen geschoben. Dann gingen wir zu den in der Scheune gelagerten Strohballen und wir spielten Fangen. In den Höhlen der Strohburg konnte man sich gut verstecken. Danach holte Alois Halfter und Seile und bereitet die Ponys und Esel für eine Wanderung vor. Jeder konnte die Tiere reiten. Wir machten einen langen Spaziergang zu den Fischteichen, um die Fische zu füttern. Mit dabei war auch der Hofhund Elli und die zwei Katzen. An einem der Teiche sprang Elli immer ins Wasser und holte die von uns geworfenen Stöcke heraus. Beim Fischfüttern durfte nicht mehr als eine geschlossene Hand Futter genommen werden. Die Fische schwammen ganz wild im Wasser herum, wenn das Futter hereingeworfen wurde. Nachdem wir wieder zurück auf dem Hof waren, wurde von Romina, Alois Frau, schon das Feuer vorbereitet. Als das Feuerholz brannte, machte sie auf dem Grillrost für uns leckere Pfannkuchen in kleinen Pfannen. Die konnte man mit Zimtzucker oder Nutella bestreichen. Danach verabschiedeten wir uns von beiden und fuhren zurück zum „Tabalugahaus“.
Auf dem Rückweg fuhren wir noch auf dem Gut Dietlhofen vorbei, ein „zweites „Tabalugahaus“ der Peter Maffay Stiftung. Dort waren wir von Andrea Kraus (sie betreut die Gruppen auf dem Gut) eingeladen, uns die dort lebenden Alpakas anzuschauen und sie zu streicheln. Sehr niedliche Tiere mit total schiefen Zähnen – gibt es eigentlich Zahnspangen für Alpakas?
Plötzlich hörten wir ein lautes Schreien, eher ein lautes Meckern. Schnell war klar, dass es aus dem Ziegenstall kam. Andrea öffnete den Stall und Frau Golda und Herr Borchard gingen hinein, um zu schauen, was passiert ist. Ein kleines Zieglein hatte sich im Futternetz verfangen und kam nicht mehr hinaus. Beide befreiten das Tier aus der unglücklichen Lage. Die kleine Ziege war zum Glück nicht verletzt und sie lief schnell zu ihrer Mutter. Da ist ja nochmal alles gut gegangen.

Es war unser letzter Abend und es ging ans Koffer packen. Nach einer sehr erlebnisreichen Woche, freuten sich alle auf zuhause. Es wurde alles vorbereitet für die morgige Abfahrt.
Zum Abendessen gab es Pizza, die sich jeder selber aussuchen durfte. Jutta Fiegler wurde eingeladen und wir haben einen schönen Abschied gefeiert. Zum Andenken an diese tolle Zeit bekamen alle Schülerinnen und Schüler noch eine Tabalugatasche von ihr geschenkt. Nach dem späten Abendessen haben alle geduscht und sind ins Bett gegangen.

Freitag, den 01.10.2021:
7 Uhr Frühstück. Es mussten für die lange Rückfahrt viele Brötchen aufgebacken und geschmiert werden, Obst, Kuchen, Süßigkeiten, Getränke haben wir verteilt. Die Betten mussten abgezogen, Müll entsorgt und der Boden gesaugt werden. Um 9.30 Uhr wurden wir von Jutta zum Bahnhof nach Possenhofen gebracht. Dort verabschiedeten wir uns von ihr und bedankten uns für die sehr nette Betreuung und Begleitung. Die S-Bahn fuhr pünktlich nach München, von dort ging es eine Stunde später weiter mit dem ICE inklusive Platzreservierung nach Dortmund Hauptbahnhof. Dort empfingen uns die Eltern und alle fuhren fröhlich nach Hause.
Es war eine tolle Zeit mit ganz vielen schönen Erlebnissen. Wir werden noch lange daran zurück denken…..

Vielen Dank…
…an Peter Maffay und die Peter Maffay Stiftung, dass wir das „Tabalugahaus“ besuchen durften,
…an das Team der Peter Maffay Stiftung, das Herrn Borchard bei der Vorbereitung des Aufenthalts geholfen hat, auch wenn es mal Schwierigkeiten gab,
…an Jutta Fiegler, für ihre tolle Betreuung vor Ort und ihre herzliche Art (wir werden Dich vermissen),
…an alle, die im Hintergrund und für uns nicht sichtbar, diesen Aufenthalt für uns zu einem unvergesslichen Aufenthalt gemacht haben.

Die Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und der Lehrer der Sekundarstufe 1 und 2 der Max-Wittmann-Schule in Dortmund
Schülerinnen und Schüler: Christopher, Rümeysa, Lukas, Marc, Lisa, Janine, Justin, Daniel und Jan
Lehrerinnen und Lehrer: Uli Golda, Susanne Behr und Jens Borchard