Max-Wittmann für Vielfalt und Toleranz

Max-Wittmann unterzeichnet den offenen Brief des Runden Tisches für ein demokratisches Eving

Runder Tisch für ein demokratisches Eving –

wirindortmund

Liebe Evingerinnen und Evinger!

In unserem Stadtteil leben traditionell Menschen aus den verschiedensten Kulturen und Ländern friedlich zusammen. Auch wenn in Eving sicherlich nicht alles Gold ist, was glänzt – hier wird offen miteinander umgegangen, auch gestritten. Aber das Alltagsleben verläuft trotzdem nach den Regeln eines vernünftigen und friedlichen Umgangs miteinander.

Seit Anfang dieses Jahres gibt es in unserem Stadtteil eine Unterkunft für Flüchtlinge. Dorthin kommen Menschen aus den verschiedensten Ländern. Sie alle sehen in ihren Heimatländern für sich keine Zukunftsperspektiven mehr, weil ihr Leben durch Krieg bedroht ist oder weil sie aus anderen Gründen verfolgt und diskriminiert werden. Sie haben ihre Heimat darum unter schwierigsten Bedingungen verlassen, oft eine monatelange und komplizierte Flucht hinter sich, und hoffen bei uns darauf, Sicherheit und Ruhe zu finden.

In vielfältiger Weise haben seit der Einrichtung der Flüchtlingsunterkunft Bürgerinnen und Bürger aus unserem Stadtteil die Flüchtlinge tatkräftig unterstützt:
beim Erlernen der deutschen Sprache, bei Behördengängen, bei der Wohnungssuche, bei Arztbesuchen und beim Sport.
Die Bewohner des Stadtbezirks Eving haben deutlich gemacht, dass sie in ihrer übergroßen Mehrheit bereit sind, die geflüchteten Menschen freundlich aufzunehmen und willkommen zu heißen.

Mit großer Besorgnis haben wir dagegen seit der Einrichtung der Flüchtlingsunterkunft zur Kenntnis nehmen müssen, dass in unserem Stadtteil immer häufiger rechtsradikale Kundgebungen und sogar ein Fackelmarsch durchgeführt wurden. Immer wieder versucht vor allem eine Organisation namens „die Rechte“ auf sich aufmerksam zu machen und mit ihren men-schenverachtenden Parolen Zwietracht und Hass in unseren Stadtteil zu tragen.

Wir, die Unterzeichner, sprechen uns mit aller Deutlichkeit gegen Gewalt, gegen Rassismus und gegen Intoleranz aus. Es kann nicht sein, dass Menschen mit demokratischer Grundauffassung, Menschen aus anderen Kulturkreisen, Menschen mit anderer Hautfarbe oder Men-schen mit anderen Lebensauffassungen und anderen Lebenssituationen Angst haben müssen, in unserem Stadtteil und unserem Land zu leben

Wir bitten Sie, liebe Evingerinnen und Evinger, uns im Bemühen um eine Kultur des Willkommens und ein von gegenseitigem Respekt geprägtes Miteinander nach besten Kräften zu unterstützen. Leisten wir gemeinsam Widerstand gegen den menschenverachtenden Rechtsradikalismus. Engagieren wir uns persönlich, fantasievoll und verbindlich. Machen wir immer wieder deutlich, dass unser Stadtteil traditionell für Weltoffenheit, Toleranz, Demokratie und Vielfalt steht.