Klassenunterricht

An der Max-Wittmann-Schule wird der Unterricht im Klassenverband, in Kleingruppen oder auch in Einzelfördermaßnahmen organisiert. Er kann vorhaben- oder fachorientiert ausgerichtet sein und ist am Förderbedarf des einzelnen Schülers ausgerichtet. Der Unterricht orientiert sich an der aktuellen Lebensbedeutsamkeit für die Kinder und Jugendlichen und daran, was sie in der Zukunft benötigen. Er ist handlungsorientiert und an der Lebenswirklichkeit orientiert. Übung und Anwendung sind ein weiteres wichtiges Element.
In den Klassen wird Freiarbeit als eine Form des Unterrichts eingesetzt. Im Rahmen der Freiarbeit können die Schüler

  • selbständig arbeiten
  • den Lernprozess selber steuern, indem sie das Material, den Inhalt und den Schwierigkeitsgrad des Lernstoffes gemäß ihren Fähigkeiten und Interessen selbst auswählen
  • durch Ausprobieren Probleme eigenständig lösen ohne sofort Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen
  • den Erfolg ihrer Arbeit selber überprüfen.

Zu den offenen Unterrichtsformen, die an unserer Schule eingesetzt werden, zählt ebenfalls das Lernen an Stationen. Die Grundidee des Lernens ist es, die Schüler an mehreren Stationen auf vielfältige Weise bestimmte Inhalte üben zu lassen. Differenzierte Angebote und individuelles Lerntempo erlauben es jedem Schüler, zu Erfolgserlebnissen zu gelangen.
An der Max-Wittmann-Schule beschäftigen sich seit dem Schuljahr 2006/2007 mehrere Kolleginnen mit der Montessori-Pädagogik und deren praktischen Umsetzung und Etablierung im alltäglichen Unterricht. Ausgehend von zwei ganztägigen SchilF (schulinternen Fortbildungen) im Januar 2007 und März 2008, die eine Kollegin mit einem Montessori-Diplom leitete. Das Kind lernt durch eigenes Handeln, wodurch gerade unseren Schülerinnen und Schülern ein Weg eröffnet wird, individuell, ganzheitlich und gemäß ihrer Möglichkeiten selbstbestimmt zu lernen.
Für mehrere Klassen wurden bisher Originalarbeitsmittel aus der Montessoripädagogik angeschafft.
Auch das Arbeiten am Computer ist ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts. Neben den Geräten im Computerraum stehen jeder Klasse ein oder mehrere PCs zur Verfügung, in einigen Klassen auch I-Pads.
Klassen- und Stufenübergreifend werden pro Woche verschiedene zweistündige Arbeitsgemeinschaften (z. B. Eislauf-, Entspannungs-, Theater-, Schwimm-, Musik-, Werken-, Kunst-, Fußball-, und Näh-AG) angeboten. Das besondere Arbeitslehrekonzept der Berufspraxisstufe wird weiter unten erläutert. Alle zwei Jahre findet eine Projektwoche statt.
Des Weiteren werden Klassenfahrten und Ausflüge sowie Feiern und Feste (z.B. Adventsingen, Disco der Schülervertretung, Bayram, Karneval, Auftritt von Maxi Music) von mehreren Klassen oder der ganzen Schulgemeinde geplant und durchgeführt.
An dem einmal jährlich stattfindenden Tag der offenen Tür geben wir Eltern und Interessierten die Gelegenheit, unserer Unterrichtsarbeit kennen zu lernen.
Um den Unterricht sinnvoll planen zu können, hat sich die Lehrerkonferenz darauf geeinigt, Förderpläne nach einem für alle verbindlichen Muster zu erstellen. Sie beschreiben den individuellen Förderbedarf der Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Sozialverhalten und Emotionalität, Kommunikation/Sprache, Motorik, Kognition, Selbständigkeit und Wahrnehmung.
Zum Ende eines jeden Schuljahres werden ausführliche Zeugnisse in beschreibender Form erstellt. Hier werden die individuellen Lernfortschritte in den jeweils durchgeführten Vorhaben und fachorientierten Lehrgängen festgehalten. An den Elternsprechtagen werden die Zeugnisse und Förderpläne mit den Eltern besprochen.